Das Bundesamt für Umwelt hat heute sieben
Gesuche für die Errichtung von Pärken genehmigt und zwei neue Pärke von
nationaler Bedeutung anerkannt. Damit nimmt die Parklandschaft der Schweiz
immer konkretere Konturen an.
Neben dem
Schweizerischen Nationalpark verfügt die Schweiz neu über drei Pärke von
nationaler Bedeutung: die Unesco-Biosphäre Entlebuch (seit 2008) und seit heute
den Wildnispark Zürich und der regionale Naturpark Thal.
Zu den 7
Pärken, die sich seit letztem Jahr mit dem Label „Kandidat“ in der Phase der
Errichtung befinden, gesellen sich weitere 7 Pärke dazu. Diese insgesamt 14
Projekte erfüllen grundsätzlich die Voraussetzungen für einen „Park von
nationaler Bedeutung“, müssen nun aber die Grundlagen für den Betrieb
erarbeiten und sich danach um die Anerkennung bewerben.
Erst seit
zwei Jahren besteht in der Schweiz die Möglichkeit, neue Pärke zu schaffen. In
der kurzen Zeit haben 3 Pärke die Anerkennung und 14 Projekte die erste Hürde übersprungen.
Dies zeugt davon, dass sich überall in der Schweiz Menschen und Regionen für
die Idee eines Parks begeistern lassen. Besonders beliebt ist die Parkkategorie
„regionaler Naturpark“, während mit dem Wildnispark Zürich erst ein einziger
Naturerlebnispark das Bundeslabel erhielt. Die Errichtung eines zweiten
Nationalparks schliesslich muss offenbar erdauert werden.
Die 18 Pärke,
die sich im Betrieb oder in der Errichtung befinden, liegen in 11 Kantonen,
vorab im Jura, den Voralpen und den Alpen. Insgesamt sind 262 Gemeinden an
Parkprojekten beteiligt. Die Gesamtfläche beträgt 5750 Quadratkilometer, was 14%
der Landesfläche entspricht.
Die
Parklandschaft der Schweiz ist zurzeit äusserst dynamisch. Im Januar 2010
werden weitere Gesuche für die Errichtung und den Betrieb von Pärken erwartet.
An der Medienkonferenz des Netzwerks der Schweizer Pärke in Bern wirft Jean-Michel Cina, Präsident des Netzwerks, einen Blick auf die dynamische Parklandschaft Schweiz.
Bruno Oberle, Direktor des Bundesamts für Umwelt BAFU, erläutert die Anforderung an die Qualität der Pärke und die Bedeutung der Marke «Schweizer Pärke». Nicole Diermeier, Leiterin Hauptkampagnen bei Schweiz Tourismus, präsentiert die Rolle der Pärke im touristischen Marketing.
Andreas Weissen, Geschäftstührer des Netzwerks der Schweizer Pärke tetns des Bundes, streift die Aktivitäten zum Europäischen Tag der Pärke in den Parkregionen Binntal, Chasseral, Ela, Jurapark Aagau, Pfyn-Finges, Thal und Thunersee-Hohgant.
Die Mitglieder des Netzwerks Schweizer Pärke trafen sich am Freitag 15. Mai zur ordentlichen Generalversammlung auf der «Oberen Wechte» bei Mümliswil im Regionalen Naturpark Thal SO.
Die Parkprojekte Piz Beverin GR und Jurapark Baselland BL wurden als Neumitglieder in den Dachverband aufgenommen, der nun die Interessen von 27 Pärken und Parkprojekten vertritt: Nationalpärke, Regionalen Naturpärke und Naturerlebnispärke.
Die Versammlung beschloss im weiteren, den Namen des Netzwerks von «Parke» in die inzwischen in der Schweiz übliche Schreibweise «Pärke» umzuwandeln.. Die Berichte zum vergangenen Jahr und das Programm für das laufenden Jahr wurden einstimmig genehmigt. Der Vorstand wurde mit Stefan Müller vom Parkprojekt Thal verstärkt und verfügt nun über neun Mitglieder. Rund um die Generalversammlung organisierte die Geschäftsstelle des Netzwerks ein zweitägiges Erfahrungsaustausch-Treffen.
Alle acht Parkprojekte, die im Januar 2009 eingereicht wurden, werden
im Monat Juni vom Bund vor Ort geprüft. Ende Sommer entscheidet das
Bundesamt für Umwelt BAFU, wer die Anerkennung als Kandidat für einen
Park von nationaler Bedeutung erhalten wird. Mit dem Parco nazionale
Locarnese-Vallemaggia befindet sich zum ersten Mal ein
Nationalparkprojekt unter den Gesuchstellern. Im letzten Jahr haben
neun Projekte das Label «Kandidat» erreicht.
Veranstaltungstipp
TAG DER PÄRKE AM 24. MAI
Alljährlich am 24. Mai findet der Europäische Tag der Pärke statt. Mit dabei sind jeweils mehrere Schweizer Pärke und Parkprojekte mit attraktiven Veranstaltungen.
Job-Angebote
Projektleiter/-in „Events, Kommunikation und Vermittlung“ beim Parc Ela